10 Millionen in Bitcoins: Das fordert der DHL-Erpresser

10 Millionen in Bitcoins: Das fordert der DHL-Erpresser

In Frankfurt/Oder und in Potsdam platzierte der Erpresser bereits Bomben in DHL-Paketen. Und der Kriminelle droht mit weiteren explosiven Sendungen, wenn der Paketdienstleisters der Post seinen Forderungen nicht nachkommt. Der Täter will zehn Millionen Euro in Bitcoins, berichtet die "Bild". Die Kryptowährung gilt als fälschungssicher und der Erpresser könne das Datengeld anonym empfangen.

Der Unbekannte übermittelte seine Forderungen als QR-Code in einem Paket, so der Bericht. Diese sollen in deutscher Sprache gehalten sowie kurz und knapp formuliert worden sein. Kommt die DHL seinem Wunsch nicht nach, kündigt er angeblich weitere Bomben an.

Vor einem Monat war eine Paketbombe in Frankfurt beim Öffnen entflammt, am vergangenen Freitag löste dann ein Sprengsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm aus. Eine Explosion hätte schwerste Verletzungen zur Folge haben können und im schlimmsten Falle jemanden töten können, so die Ermittler. In den Paketen befanden sich laut Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter unter anderem ein Polenböller, Hunderte kleine Nägel, Drähte, Pulver und Batterien. Dass der Zündmechanismus, der die Bombe eigentlich beim Öffnen detonieren lassen sollte, bisher nicht funktionierte, sei ein glücklicher Zufall, so Schröter laut dem "Spiegel".

Die Sonderkommission "Quer" wertet derweil 60 Hinweise aus der Bevölkerung aus. Eine heiße Spur gibt es noch nicht. Es wird empfohlen, Pakete, mit fehlendem oder unvollständigem Absender, schlecht leserlicher Schrift und Verfärbungen oder anderen Auffälligkeiten, nicht zu öffnen und im Zweifel die Polizei zu rufen. Die DHL sensibilisierte ihre Mitarbeiter und rät, vorerst nur Pakete von bekannten Absendern zu öffnen.