1 Top-Technologieaktie im Schlussverkauf

Aus dem Internet kommt eine Hand und schließt eine Vereinbarung mit einem Mann.
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Top-Technologieaktie gesucht? Technologieaktien besitzen einen besonderen Reiz am Aktienmarkt. Es sind Aktien von Unternehmen, die in der Technologiebranche tätig sind oder etwas disruptiv verändern können. Beispiele sind Unternehmen aus dem Bereich der Computer- und Informationsbranche, Software, Biotechnologie oder Halbleiter. 

Solche Aktien gelten oft als besonders wachstumsstark und haben in der Vergangenheit überdurchschnittliche Renditen erzielt. Sie sind jedoch auch mit höheren Risiken und Schwankungen im Vergleich zu anderen Aktien verbunden.

Technologieaktie: Erst Boom, dann Burst

Besonders die Corona-Pandemie befeuerte die Bewertung von Top-Technologieaktien, denn die Isolations- und Kontaktbeschränkungen forderten einen zukunftsorientierten Ansatz, der die Produkte von Technologieunternehmen benötigte.

Entsprechend schnellten die Bewertungen nach oben, genauso wie das temporäre Wachstum. Viele sprachen von einer Blase. Zu Recht, denn Umsatzmultiplikatoren für verlustreiche Unternehmen von 30 oder 50 sind nur selten tragbar.

Es kam, wie es kommen musste: das Platzen der Blase. Mit ihr verschwanden auch teilweise die hohen Bewertungen.

Etwas zum Unternehmen Salesforce

Auch die Aktie von Salesforce (WKN: A0B87V), einem Pionier und Marktführer von CRM-Lösungen in der Cloud, wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Salesforce-Aktie verlor über das letzte Jahr gesehen rund ein Drittel an Wert. Dabei gilt der Entwickler von CRM-Software als führend mit entsprechenden Zukunftsperspektiven. Eine mögliche Top-Technologieaktie also.

Die Salesforce-Softwareprodukte vereinfachen dabei die Organisation und Verwaltung von Verkaufsoperationen genauso wie die Kundenbeziehungen für Unternehmen. Das Unternehmen ist auch in den Bereichen Marketing, E-Commerce und Datenanalyse gewachsen. Übernahmen von Wachstumsunternehmen wie Slack oder Tableau rundeten die Wachstumsstrategie ab.

Es gibt zwar viele CRM- und Projektmanagement-Softwareanwendungen, aber Salesforce ist wahrscheinlich die bekannteste und fortgeschrittenste. Das Unternehmen wurde 1999 von den Unternehmern Marc Benioff und Parker Harris gegründet und erlangte bald durch seine kreativen, benutzerfreundlichen Funktionen große Beliebtheit. 

Zusehends mehr Probleme belasten

In letzter Zeit hat Salesforce jedoch einige offenkundige Probleme, die dazu beigetragen haben, dass der Aktienkurs von Ende 2021 etwa die Hälfte seines Wertes in US-Dollar verloren hat. 

Das Unternehmen steuert mit Entlassungen gegen. Einige hochrangige Führungskräfte haben ihren Rücktritt erklärt, was viele Anleger beunruhigt. Der Co-CEO Bret Taylor hat vor einem Monat seinen Rücktritt erklärt.

Trotz Herausforderungen blickt Salesforce auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und hat in den letzten Jahren ein kontinuierlich hohes Umsatzwachstum abgeliefert. 

Salesforce hat jedoch in 2022 eine deutliche Verlangsamung des Wachstums erlebt. Der Umsatz stieg im dritten Quartal 2022 nur noch um 14 %. Obwohl ein Wachstum von 14 % respektabel ist, ist es deutlich niedriger als die 25 bis 35 %, an die die Aktionäre des Unternehmens gewöhnt sind. 

Nach wie vor ist Salesforce nur auf bereinigter Ebene hochprofitabel. Non-GAAP lag die operative Marge im letzten Quartal bei 20,7 % im Vergleich zu tatsächlich ausgewiesenen Werten von 3,8 % gemäß US-GAAP. Schuld daran sind auch die aktienbasierten Vergütungen.

Fazit zur Top-Technologieaktie

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Salesforce ein bedeutender Akteur in der Softwarebranche und viele Analysten glauben, dass das Unternehmen in der Lage sein wird, sich wieder zu erholen und langfristiges Wachstum zu erreichen. 

Mit einem Umsatzmultiplikator von rund fünf (Stand: 21.1.23, Morningstar) könnte Salesforce eine interessante Option unter den SaaS-Aktien sein, sofern das Wachstum in den nächsten Jahren weiterhin zweistellig bleibt und die Profitabilität gesteigert wird.

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