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1,5 Mrd. Euro für Menschen mit Behinderung: Frankreich handelt - unter Druck

Um die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen zu verbessern, hat Frankreich ein Budget in Höhe von 1,5 Milliarden Euro angekündigt.

Auf einer Konferenz im Elysée-Palast mit mehreren Behindertenverbänden versprach Präsident Emmanuel Macron zudem, in die Versorgung von Patient:innen sowie in die Früherkennung von Behinderungen zu investieren.

Und auch die Olympischen Spiele in Paris sollen im nächsten Jahr zu 100 % für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein werden, versprach Macron.

Doch viele sind skeptisch gegenüber den Versprechen der Regierung.. Babou Sene lebt in Melun, einer Kleinstadt südlich von Paris: Die Fahrt ins Stadtzentrum ist für ihn die Hölle.

Das Collectif Handicaps, ein Zusammenschluss von 52 Verbänden, boykottierte Macrons Konferenz und organisierte einen Protest für einen besseren Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln.

"Für eine behinderte Person ist es fast unmöglich, sich in der Region Paris fortzubewegen", erzählt Medhi Boughachiche. Überall gebe es Treppen und wo es dann mal einen Aufzug gibt, funktioniert dieser häufig nicht.

Die Pläne umfassen auch einen besseren Zugang zu Bildung, dem Arbeitsmarkt, zu Sport und zum Liebesleben für Menschen mit Behinderung.

Zuvor hatte der Europarat Frankreich vorgeworfen, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu verletzen.