1,5 Jahre verspätet: Die umstrittene Gas-Pipeline Nordstream 2 ist fertig

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Der russische Gaskonzern Gazprom hat verkündet, dass die Pipeline Nordstream 2 am Freitagmorgen um 8:45 Uhr Moskauer Zeit fertigstellt worden sei. Dies teilte Gazprom-Chef Alexej Miller der russischen Nachrichtenagentur Tass mit. Die Pipeline verläuft durch die Ostsee und soll bereits ab Oktober Erdgas aus Russland nach Deutschland transportieren. Bevor es so weit ist, muss der Betrieb noch von deutschen Behörden offiziell genehmigt werden.

Die Fertigstellung erfolgt allerdings mit anderthalb Jahren Verspätung, denn sie war politisch hochumstritten. Insbesondere die USA versuchten den Bau durch Sanktionen zu verhindern. Gegner des Projekts befürchten, dass Deutschland so vom Erdgasimport aus Russland abhängig wird. Zudem muss Russland sein Erdgas dank der neuen Pipeline nicht mehr durch die Ukraine lenken, mit der Russland sich seit 2014 in einem Konflikt befindet. Für diese brechen somit wichtige Einnahmen weg.

Durch die Rohre sollen perspektivisch 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr vom russischen Wyborg bis nach Greifswald fließen. Damit können nach Angaben der Betreiber 26 Millionen Haushalte versorgt werden. Die Kosten der 1.230 Kilometer langen Pipeline lagen bei über zehn Milliarden Euro. Davon haben der russische Energiekonzern Gazprom und die fünf europäischen Gas-Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell jeweils die Hälfte finanziert.

tf

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