Nach 1:4 in Barcelona: Roma beschwört das Wunder

Nach 1:4 in Barcelona: Roma beschwört das Wunder

Statistik und Spielstärke des Gegners sprechen klar gegen die AS Rom, doch die Italiener klammern sich vor dem scheinbar aussichtslosen Duell mit dem FC Barcelona an Durchhalteparolen. "Wir müssen daran glauben und auf das Wunder hoffen. Wenn wir das nicht tun, kommen wir nirgendwo hin", sagte Coach Eusebio Di Francesco vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) gegen Barca.
In der katalanischen Hauptstadt war die Roma vergangene Woche mit 1:4 untergegangen. Damit stehen die Chancen auf den ersten Halbfinaleinzug in einem europäischen Wettbewerb seit 1991 denkbar schlecht. Einen Drei-Tore-Rückstand hat Rom in seiner fast 50-jährigen Europapokalgeschichte noch nie wettgemacht, in der Königsklasse kamen aber immerhin acht von 48 Mannschaften nach einem 1:4 auswärts noch weiter (16,7 Prozent).
"Wir spielen Fußball, um solche Möglichkeiten zu bekommen", sagte Di Francesco: "Vorher sagten die Leute, dass wir nichts zu verlieren hätten. Jetzt sieht es so aus, als könnten wir etwas gewinnen." Seine Marschroute: "Wir müssen Risiko gehen, mit Hingabe spielen." Über 60.000 Tifosi sollen zur "extra Waffe" werden: "Es wird schwierig, aber wir müssen unsere Pflicht tun und es versuchen."
Doch das ist gegen die Barca-Stars um Lionel Messi und Marc-Andre ter Stegen wohl leichter gesagt als getan. Der Argentinier traf beim 3:1 gegen CD Leganes, dem 38. Ligaspiel hintereinander ohne Niederlage (Rekord), gleich drei Mal. Die Roma dagegen vergeigte ihre Generalprobe beim 0:2 gegen AC Florenz.
"Es denkt niemand, dass wir schon qualifiziert sind", sagte ter Stegen am Montag: "Wir erwarten kein einfaches Spiel. Wir haben einen Vorteil, aber den müssen wir verteidigen."
Was Rom leise Hoffnung macht: Barcas Mittelfeldlenker Sergio Busquets ist noch immer nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, Philippe Coutinho nicht spielberechtigt und Lucas Digne verletzt. Rom kann dagegen wieder auf Radja Nainggolan zurückgreifen. Die "Gladiatoren", behauptet die Gazzetta dello Sport, seien bereit für eine "Heldentat".