1.000 Euro monatliche Dividende: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um ein solches Ziel zügig zu erreichen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Das Coronavirus geht auch an vielen Dividendenaktien natürlich nicht spurlos vorbei. Aktien, die eigentlich als solide Zahler gelten, korrigieren plötzlich. Ihre defensive Klasse schützt hier teilweise nicht einmal vor Kurseinbrüchen. Das zeigt wieder einmal: Eine marktbreite Korrektur trifft doch immer alle Aktien.

Möglicherweise sind einige defensive Dividendenaktien dabei sogar besonders prädestiniert für ein größeres Korrekturpotenzial. Viele solche Aktien sind gerade in den letzten Monaten und Quartalen ordentlich gestiegen. Das hat hier zu einem besonders hohen Bewertungsmaß geführt.

Nichtsdestoweniger beinhaltet die Korrektur ein besonders großes Potenzial, auch um ein höheres Dividendeneinkommen von beispielsweise monatlich 1.000 Euro erhalten zu können. Denn vergiss nicht: Viele Dividendenaktien sind jetzt wieder deutlich preiswerter und weisen höhere Renditen auf. Das lässt dieses Vorhaben grundsätzlich bedeutend einfacher werden.

Ein Blick auf einige Aktien und Zahlenbeispiele

Wie sehr die aktuelle Korrektur dabei behilflich sein kann, höhere monatliche Dividenden erhalten zu können, zeigt ein Blick auf einige gängige Zahlenbeispiele. Die Aktie der Münchener Rück (WKN: 843002) kann da beispielsweise ein ganz klassisches Exempel sein.

Nach den soliden Zahlen und der Dividendenerhöhung auf nunmehr 9,60 Euro hätte es der Rückversicherer vor wenigen Tagen bei einem Kursniveau von 283,10 Euro noch auf eine Dividendenrendite von 3,39 % gebracht. Nach der bisherigen Korrektur auf inzwischen 231,50 Euro (28.02.2020, maßgeblich für alle Kurse) kommt der DAX-Konzern nun wieder auf eine Rendite von 4,14 %, wodurch das Renditepotenzial hier nun um 22 % höher geworden ist.

Oder, um es anders auszudrücken: Um eine Dividende von monatlich 1.000 Euro erhalten zu können, braucht man als Investor jetzt 22 % weniger Geldeinsatz, um die gleiche Menge Aktien und somit die gleiche Dividendenbasis erhalten zu können. Das ist durchaus beeindruckend. In absoluten Zahlen wären das übrigens 353.875 Euro im Vergleich zu 289.375 Euro, die für eine monatliche Dividende in Höhe von 1.000 Euro benötigt würden. Wobei die Münchener Rück natürlich ein Zahler ist, der lediglich einmal pro Jahr auszahlt.

Allerdings gibt es auch andere Aktien, die hier einen solchen Wandel in letzter Zeit durchgemacht haben. Der beliebte und historisch stabile monatliche Zahler Realty Income (WKN: 899744) beispielsweise kommt heute wieder auf eine Dividendenrendite von 3,9 %. Erst vor wenigen Tagen lag hier die Dividendenrendite noch bei 3,35 %, wodurch die Rendite hier inzwischen um 16,4 % gestiegen ist.

Auch hier würde man daher inzwischen 16,4 % weniger Einsatz für die gleiche Dividende benötigen. Oder, andersherum betrachtet, bei einem gleichen Einsatz rund 16,4 % mehr Dividende erhalten als noch vor wenigen Tagen. Das sollte Einkommensinvestoren durchaus zu denken geben, zumal diese beiden Aktien bloß zwei Beispiele für die aktuelle Korrektur sind. Bei anderen Aktien ist durchaus sogar noch mehr möglich.

Bloß die Spitze des Eisbergs

Dabei handelt es sich im Endeffekt bloß um die Spitze des Eisbergs, denn letztlich bewirkt ein solches nun wieder höheres Ausschüttungsmaß auch aus einer längeren Perspektive heraus bedeutende Unterschiede. Mit den steigenden Dividendenrenditen und den höheren relativen und absoluten Mittelrückflüssen steigen auch die Möglichkeiten zur Reinvestition und eines künstlichen Dividendenwachstums. Neben einem organischen, wohlgemerkt.

Wer als Investor nun zu den günstigeren Konditionen einsteigt, kann schließlich mehr Anteilsscheine einsammeln (wie wir gerade eben gesehen haben), die wiederum mehr Dividenden im ersten Jahr ermöglichen. Ein Unterschied von 22 % bei der Münchener Rück oder auch von 16 % bei Realty Income heißt dabei, dass sich auch in den kommenden Jahren um diesen Prozentsatz mehr Möglichkeiten ergeben. Einfach, weil die Dividendenrendite, vor Steuern und Gebühren natürlich, um diesen Betrag höher liegt.

Der Zinseszinseffekt bei den eigenen Reinvestitionen wird dadurch größer und auch ein originäres Dividendenwachstum wird durch diesen Effekt im Laufe der Jahre konsequent beeindruckender. Auch deshalb ist jetzt womöglich ein idealer Zeitpunkt, um als Einkommensinvestor eine erste Weiche hin zu 1.000 Euro monatlichen Dividenden zu stellen. Oder womöglich auch mehr.

Nutze die Korrektur als Einkommensturbo!

Wie wir daher im Endeffekt sehen können, sollten smarte Dividendenjäger die aktuelle Korrektur als Möglichkeit verstehen, sich Einkommensaktien hoher Qualität nun mit einem Discount ins Depot zu legen. Aufgrund der niedrigeren Aktienkurse steigen konsequent die zu erzielenden Dividendenrenditen. Dadurch erhält man als Investor nun wieder einfacher die Möglichkeit, ein hohes Einkommen zu generieren, wobei die Dividendenrenditen schon heute teilweise im deutlich zweistelligen Prozentbereich höher sind als noch vor einigen Tagen.

Die Korrektur als Chance zu verstehen, schafft daher eine vollkommen neue Perspektive: Nämlich eine, in der man auch als Dividendenjäger reicher aus dieser hervorgehen wird, indem man durch smarte Investitionen sein passives Einkommen nun bedeutend erhöht.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück und von Realty Income. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020