1:0 gegen Chile: Deutschland gewinnt erstmals den Confed Cup

Chiles Torwart Claudio Bravo (unten) und Deutschlands Leon Goretzka kämpfen um den Ball

Joachim Löws erfrischende Boygroup hat den deutschen Fußballsommer mit dem ersten Gewinn des Confed-Cup-Pokals vergoldet. Zwei Tage nach dem EM-Titelgewinn der U21-Junioren führte der Gladbacher Lars Stindl in der 20. Spielminute mit seinem dritten Turniertor das jüngste Team im Finale am Sonntagabend vor 57 268 Zuschauern in St. Petersburg zum 1:0 (1:0) gegen Südamerika-Meister Chile. Nach einem Wackelstart nutzte das deutsche Team um den überragenden Sebastian Rudy seine erste Chance eiskalt und zitterte den Sieg am Ende über die Zeit.

Ein Jahr vor der WM in Russland gelang dem Bundestrainer das Kunststück, auch ohne seine Promi-Weltmeister in nur vier Wochen ein Team von internationalem Format zu entwickeln. Jeder der 21 deutschen Akteure erhält vom DFB eine Erfolgsprämie von 50 000 Euro. Der 21 Jahre Leipziger Timo Werner, der Stindl das Siegtor auflegte, gewann mit ebenfalls drei Toren und dazu zwei Vorlagen den Goldenen Schuh als bester Offensivakteur.

Rettung nach missglücktem Pass

Coach Löw hatte aus dem 1:1 beim Duell in der Gruppenphase seine Lehren gezogen und seine Startelf diesmal etwas offensiver formiert. Torjäger Timo Werner kam für Abräumer Emre Can ins Team, in der Abwehr ersetzte Antonio Rüdiger den Bayern-Neuzugang Niklas Süle. Doch wie zehn Tage zuvor offenbarte die DFB-Auswahl zu Beginn erneut bedenkliche Abwehrschwächen und lud die Chilenen durch leichte Fehler zu Chancen ein.

Nach einem missglückten Pass von Lars Stindl rettete Rüdiger in höchster Not gege...

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