Nach 0:5 - Köln verzichtet auf Protest gegen Spielwertung

SID
Nach 0:5 - Köln verzichtet auf Protest gegen Spielwertung

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln verzichtet nun doch auf einen Protest gegen die Wertung des Spiels bei Borussia Dortmund am Sonntag (0:5). Das bestätigte der Verein am Dienstag. Unmittelbar nach dem Spiel hatten die Verantwortlichen erklärt, gegen die Wertung aufgrund eines Fehlers beim Videobeweis vorgehen zu wollen. Der Klub forderte allerdings die Abteilung Schiedsrichterwesen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allerdings auf, sich mit dem Sachverhalt auseinanderzusetzen.
Die Kölner fühlen sich benachteiligt, weil der Video-Assistent ihrer Ansicht nach beim 2:0 durch Sokratis (45.+2) zu Unrecht eingegriffen hatte.
"Dennoch hat sich der 1. FC Köln am Dienstag nach ausführlicher Abwägung aller Faktoren entschieden, auf einen formellen Einspruch gegen die Wertung der Partie zu verzichten", hieß es in einer Pressemitteilung der Rheinländer: "Grund dafür ist vor allem, dass die Erfolgsaussichten für einen solchen Protest gering sind."
Der Verein hat daher vom DFB am Dienstag "eine entsprechende Stellungnahme erbeten", hieß es: "Das vom 1. FC Köln immer unterstützte Projekt Videobeweis wäre zum Scheitern verurteilt, wenn die vereinbarten und vor der Saison kommunizierten Voraussetzungen nicht eingehalten werden."
Kölns Trainer Peter Stöger begrüßte am Dienstag die Entscheidung seines Vereins. "Ich finde es gut, dass es jetzt ist, wie es ist", sagte der Österreicher, stellte aber auch klar: "Es war richtig, die Beschwerde in dieser Schärfe zu kommunizieren. Als Befürworter des Video-Assistenten sage ich: Wenn man das weiter haben will, dann muss man auf Problembereiche hinweisen dürfen. Das haben wir gemacht, weil es der Entwicklung der Geschichte förderlich ist."
Das System mit dem Video-Assistenten müsse "wachsen, aus Situationen muss man lernen und mehr Klarheit schaffen. Die Schiedsrichter müssen künftig wissen: Wann muss ich eingreifen, und wann darf ich nicht eingreifen."