0:0 gegen Frankfurt: Freiburg wird "Auftaktfluch" nicht los

Der SC Freiburg wird seinen "Auftaktfluch" nicht los. Die Breisgauer kamen beim Saisonstart der Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt hinaus. Bei der  Eintracht saß Kevin-Prince Boateng bis zur 67. Minute auf der Bank

Der SC Freiburg wird seinen "Auftaktfluch" nicht los. Die Breisgauer kamen beim Saisonstart der Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt hinaus und warten damit seit 16 Jahren auf einen Sieg am ersten Spieltag. Für die Frankfurter war es der erste Auswärtspunkt nach sieben Pleiten in Folge in der vergangenen Saison. Zum ersten Dreier in Freiburg seit acht Jahren reichte es für die überlegenen Hessen aber nicht.

Bei der runderneuerten Eintracht, die sechs Neuzugänge in der Startelf aufbot, saß der erst am Freitag verpflichtete Kevin-Prince Boateng bis zur 67. Minute auf der Bank. Die Freiburger haben das blamable Aus in der Europa-League-Qualifikation gegen den slowenischen Pokalsieger NK Domzale offenbar noch nicht verdaut.

"Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt, sonst hätten wir gewonnen. Wir hatten zwei hundertprozentige Möglichkeiten, aber insgesamt haben wir unsere Sache gut gemacht", sagte Boateng recht zufrieden nach seinem ordentlichen Bundesliga-Comeback bei Sky.

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwaldstadion hatten die Gäste, bei denen Kapitän Alexander Meier, Marco Fabian, Danny Blum, Omar Mascarell und Slobodan Medojevic fehlten, die ersten Ausrufezeichen gesetzt. Der Franzose Sébastien Haller prüfte SC-Torwart Alexander Schwolow (11.), wenige Sekunden später trudelte ein Abschluss von Mijat Gacinovic am Freiburger Tor vorbei.

Auch im Anschluss konnte der Frankfurter Trainer Niko Kovac mit seinem agilen Team sehr zufrieden sein. Allerdings hätte der Franzose Simon Falette nach einer Flanke von Gacinovic eigentlich die Führung erzielen müssen - sein Kopfball ging aber am Tor vorbei (16.).

Kurz danach kam der Videobeweis zum Einsatz. Ein Tor der Freiburger durch Neuzugang Tim Kleindienst wurde aberkannt, weil Vorlagengeber Florian Niederlechner im Abseits stand (17.). Video-Assistent Wolfgang Stark musste allerdings ohne die "kalibrierten Linien" entscheiden, weil es in der ersten Hälfte erneut technische Probleme gab.

Im Anschluss erarbeiteten sich die Freiburger, die ohne Manuel Gulde, Georg Niedermeier, Jonas Meffert und Karim Guedé auskommen mussten, für kurze Zeit eine Feldüberlegenheit. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hatte, leistete sich aber auch viele Fehler im Spielaufbau.

In der 36. Minute hätte Haller einen solchen Fehler fast ausgenutzt, der Angreifer traf aber nur die Latte. Kurz zuvor hatte Jonathan de Guzman den aufmerksamen Schwolow geprüft (35.). Eine Frankfurter Führung zur Pause wäre verdient gewesen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hessen die bessere Mannschaft, große Torchancen konnte sich die Eintracht zunächst aber nicht erarbeiten. In der 58. Minute hatte Streich genug gesehen und brachte Edel-Joker Nils Petersen. Neun Minuten später kam auf der anderen Seite Boateng. Kurz darauf sorgte er bereits per Kopf für Gefahr (69.).

Beste Spieler aufseiten der Freiburger waren Schwolow und Marc-Oliver Kempf. Bei Frankfurt konnten Jetro Willems und Gacinovic überzeugen.