Überschwemmungen durch "Irma" in Haiti

Mit dem Herannahen von Hurrikan "Irma" ist die Karibikinsel Haiti am Donnerstag von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht worden. In der Stadt Ouanaminthe an der Grenze zur Dominikanischen Republik standen die Häuser bis zu 30 Zentimeter unter Wasser

Mit dem Herannahen von Hurrikan "Irma" ist die Karibikinsel Haiti am Donnerstag von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht worden. In der Stadt Ouanaminthe an der Grenze zur Dominikanischen Republik standen die Häuser bis zu 30 Zentimeter unter Wasser, wie der Zivilschutz mitteilte. Zwei Menschen wurden verletzt, als eine entwurzelte Kokospalme auf ihr Haus in der Nähe der Hafenstadt Cap-Haïtien stürzte.

Um 23.00 Uhr (MESZ) befand sich das Auge des Sturms nur wenige Kilometer nördlich von Haiti und bewegte sich auf die Bahamas zu. Viele Menschen hoffen nun, dass die Schäden durch "Irma" in Haiti weniger groß ausfallen als zunächst befürchtet.

Am Freitagabend oder Samstagmorgen könnte der Wirbelsturm in Kuba auf Land treffen und dürfte dann zur Südostküste der Vereinigten Staaten weiterziehen. Bis zu eine Million Menschen erhielten in den Küstengebieten Floridas und des Nachbarstaates Georgia die Anordnung, ihre Häuser zu verlassen. Es war die größte Massenevakuierung seit mehr als einem Jahrzehnt.

Auf den Urlaubsinseln Saint-Martin, Saint Barthélemy und Barbuda hatte der Monster-Hurrikan verheerende Zerstörungen angerichtet. Mindestens sieben Menschen kamen ums Leben, ein Großteil der Häuser wurde zerstört, die Versorgung mit Strom, Trinkwasser und Benzin brach zusammen, Bäume knickten reihenweise um.

"Irma" war am Mittwoch mit Hurrikan-Stärke 5 über die nördlichen Antillen hinweggefegt. Nach Angaben von Meteorologen zählt er zu den stärksten Stürmen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Atlantik.

Derweil verstärkte sich der Hurrikan "Jose" auf Kategorie 3, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA mitteilte. Der Wirbelsturm befand sich am späten Donnerstag (Ortszeit) etwa 950 Kilometer östlich der Kleinen Antillen und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern in Richtung Westen beziehungsweise Nordwesten.

Ebenfalls in der Gegend wütet der Tropensturm "Katia", der derzeit auf Kategorie 1 eingestuft ist. Es wurde erwartet, dass "Katia" vor Freitag die Küste des mexikanischen Bundesstaates Veracruz erreichen würde.