Überraschungskonzerte in der Bahn: Kölner Verkehrs-Betriebe feiern 140. Geburtstag

Die erste Pferde-Straßenbahn in Köln fuhr 1877.

Verspätungen gehören bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) zum Tagesgeschäft, selbst dann, wenn es um den eigenen Geburtstag geht.

Im Mai 1877 startete das Verkehrsunternehmen seinen Betrieb mit der ersten Pferdebahn. Das 140-jährige Bestehen wurde trotzdem erst jetzt – also einen guten Monat später – gefeiert.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Verkehrsdezernentin Andrea Blome, Vorstandschef Jürgen Fenske und Gäste in historischen Kostümen wollten eigentlich mit der historischen Straßenbahn „Finchen“ vom Neumarkt zum KVB-Museum in Thielenbruch fahren.

Doch das Ausstellungsstück ließ sich nicht in Gang setzen, weshalb die Partyfahrt stattdessen mit einer herkömmlichen Stadtbahn absolviert werden musste.

Anwohner finanzierten neue Linie

„140 Jahre sind zwar kein richtiges Jubiläum, aber wir wollten das nicht ganz geräuschlos vorbeiziehen lassen“, sagte Fenske. Er sei optimistisch, dass die KVB in zehn Jahren mehr als 300 Millionen Fahrgäste befördern würde.

Dazu sei allerdings ein Ausbau des Streckennetzes notwendig, etwa auf der Ost-West-Achse. Fenske erinnerte dran, dass die Zollstock-Linie 1904 nur in Betrieb genommen werden konnte, weil sich die Anwohner an den Baukosten beteiligten. Ein Drittel sei damals privat finanziert worden.

„Das wünschen wir uns auch wieder für die Zukunft“, so Fenske. Oberbürgermeisterin Henriette Reker war für den Bau eines neuen U-Bahn-Tunnels, der am Heumarkt starten soll. „Ich glaube daran, dass wir dort eine U-Bahn benötigen, deren Strecke so lang wie möglich und finanzierbar sein sollte“, sagte sie.

KVB-Orchester spielt in Stadtbahn

Auch die Kunden sollen von den Feierlichkeiten zum 140-jährigen Bestehen profitieren und beschenkt werden. Ab sofort wird es einmal im Monat kleine Überraschungskonzerte in einer Stadtbahn geben. Wechselnde Ensembles werden den Fahrgästen jeweils eine Viertelstunde lang etwas vorspielen.

Die Konzerte sollen wechselweise auf allen Linien stattfinden – es wird allerdings nicht verraten, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Bahn. Den Anfang macht das KVB-Orchester. Das Verkehrsunternehmen zeigt im Internet auf der eigenen Facebook-Seite und auf dem eigenen Youtube-Kanal eine Kostprobe einer Darbietung....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta