Überragender Schröder bricht mit Hawks ein

Die Hawks um Dennis Schröder brechen nach einer 20-Punkteführung gegen die Hornets ein und verlieren ihr zweites NBA-Spiel

Nach dem Auftaktsieg gegen die Dallas Mavericks haben Dennis Schröders Hawks eine überraschende Niederlage gegen die Charlotte Hornets einstecken müssen - und das, obwohl Atlanta in der ersten Hälfte bereits mit 20 Punkten in Führung lag.

Der deutsche Point Guard war mit 25 Punkten der mit Abstand erfolgreichste Werfer der Hawks, ehe die Truppe nach der 20-Punkte-Führung in Charlotte regelrecht einbrach. Den größten Anteil daran hatte Atlantas ehemaliger Superstar Dwight Howard, der in Halbzeit zwei als Defensiv-Anker überragte. Die Hawks gingen nicht einmal mehr an die Freiwurflinie (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US).

Howard, der am NBA-Draft-Abend 2017 zusammen mit dem 31. Pick der Hawks für Center Miles Plumlee, Shooting Guard Marco Bellinelli und den 41. Pick nach Charlotte getradet wurde, verzeichnete gegen sein Ex-Team mit 20 Punkten und 15 Rebounds das 668. Double-Double seiner Karriere. Damit führt er diese Kategorie unter den aktiven NBA-Spielern an.

Als der Center sein fünftes Foul nach 33 Minuten Spielzeit kassierte und das Parkett verlassen musste, regte sich Howard nicht etwa wie sonst auf, sondern küsste sogar den Referee zum Abschied. "Früher hätte ich mir wohl ein technisches Foul eingehandelt", so Howard schmunzelnd.

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Aber an diesem Abend nahm der 31-Jährige erfolgreich Revanche, nachdem Atlanta ihn trotz eines frisch unterschriebenen 71-Millionen-Vertrages regelrecht verscherbelt hatte. Die Hawks rechtfertigten den Trade, weil das General Management nun komplett auf Schröder setzt und den Re-Build mit jungen Spielern eingeleitet hat.

Aus Atlantas erfolgreichen Zeiten ist die komplette Starting Five nicht mehr dabei: Die vier All-Stars Jeff Teague (Timberwolves), Kyle Korver (Cavs), Al Horford (Celtics) und Howard sowie Thabo Sefolasho (Jazz) versuchen ihr Glück woanders zu finden.


Neben Schröder konnte nur noch der junge Taureen Prince mit 15 Punkten, sechs Rebounds und zwei Assists überzeugen. Bei Charlotte dagegen unterstützen Kemba Walker (26/4/9), Frank Kaminsky (21/6/3) und Jeremy Lamb (15/5/2) "Superman" Howard tatkräftig.