Übernahmeschlacht geht weiter: Qualcomm erhöht Angebot für NXP

Michel Doepke
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Qualcomm greift tiefer in die Tasche, um NXP Semiconductor zu übernehmen. Die Offerte wird von 39 Milliarden Dollar auf 44 Milliarden Dollar erhöht. Damit bietet der Chip-Riese 127,50 Dollar je NXP-Aktie und versucht damit eine feindliche Übernahme von Broadcom abzuwehren. Die Gewinner stehen fest: Es sind die NXP-Aktionäre, darunter Hedgefondsmanager Paul Singer.

Er hat es wieder geschafft: Der Hedgefonds Elliott unter der Leitung von Paul Singer konnte erneut mehr für seinen Anteil herausschlagen. Nach 110 Dollar legt Qualcomm nun 127,50 Dollar pro NXP-Papier auf den Tisch. Dafür wird die Annahmeschwelle von 80 Prozent auf 70 Prozent herabgesetzt; Elliott und Soroban Capital schließen sich dem neuen Angebot an.

Und Broadcom?

Broadcom hat im Prozess einer möglichen NXP-Übernahme wiederum die Fühler nach Qualcomm ausgestreckt und ein Angebot Anfang November 2017 von 70 Dollar je Qualcomm-Aktie unterbreitet. In diesem Jahr wiederum mehrten sich die Gerüchte, dass Broadcom über eine Erhöhung des Angebotes nachdenkt. Insidern zufolge sollte sich der Preis zwischen 80 und 82 Dollar pro Qualcomm-Papier bewegen. Doch mit der neuen NXP-Offerte könnte nun Broadcom den Versuch einer feindlichen Übernahme beenden.

Im vorbörslichen Handel legt die Aktie von NXP Semiconductors gut sechs Prozent zu und nähert sich damit den Gebot von 127,50 Dollar je Aktie. Die Spekulation des AKTIONÄR auf ein höheres Angebot ist damit aufgegangen. Teilgewinne realisieren! Qualcomm gibt unterdessen nach, das höhere Angebot schreckt die Anleger ab.