Übernahmekampf um britische Supermarktkette Morrisons

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Morrisons-Filiale in London

Um die britische Supermarktkette Morrisons ist ein Übernahmekampf entbrannt - mindestens drei Beteiligungsgesellschaften sind an Morrisons interessiert und bereit, Milliarden dafür zu zahlen. Britische Supermarktketten seien "ein Schnäppchen", verglichen mit den Unternehmen der Branche in den USA, erklärte am Montag Analystin Susannah Streeter vom Beratungsunternehmen Hargreaves Lansdown. Morrisons, viertgrößte Supermarkkette des Landes, habe eine gut organisierte Lieferkette und besitze auch zahlreiche Laden-Immobilien.

Am Montag teilte die Investmentgesellschaft Apollo Global Management mit, sie erwäge ein Angebot für Morrisons. Apollo befinde sich "auf den ersten Stufen einer Bewertung eines möglichen Angebots". Am Samstag erst hatte Morrisons das Angebot eines Konsortiums aus Fortress, dem Kanadischen Pensionsfonds und der Koch Real Estate Investments angenommen, das 6,3 Milliarden Pfund (7,3 Milliarden Euro) zahlen will. Vergangenen Monat hatte die Supermarktkette eine Offerte über 5,5 Milliarden Pfund der US-Beteiligungsgesellschaft Clayton, Dubilier & Rice abgelehnt.

Morrisons ist die Nummer vier nach Tesco, Sainsbury's und Asda in Großbritannien. Die Kette hat fast 500 Filialen mit mehr als 110.000 Beschäftigten in Großbritannien. Asda war erst Ende 2020 verkauft worden, die Kette ging für 6,8 Milliarden Pfund vom US-Handelskonzern Walmart an die Issa-Brüder und eine Beteiligungsgesellschaft.

Die britischen Supermärkte haben in der Corona-Pandemie sehr gute Geschäfte gemacht. Der Ausbau eines Online-Angebots und von Lieferdiensten kostet sie aber gleichzeitig viel Geld.

ilo/jm

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