Überholen in Imola wie in Monaco: "Wie will Lewis das wissen?"

Norman Fischer
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"Es wird morgen ziemlich langweilig werden. Nach der ersten Kurve wird man in einem Zug gefangen sein", fürchtete Lewis Hamilton nach dem Qualifying im Hinblick auf das Rennen in Imola. Bei der Konkurrenz sorgen diese Aussagen jedoch für Verwunderung: "Wie kann er das wissen? Wie kann er das sagen?", fragt sich Kevin Magnussen. "Er fährt doch nie gegen irgendjemanden."

In der Tat ist Teamkollege Valtteri Bottas, der die Pole-Position inne hat, meist der einzige Gegner für den Mercedes-Piloten, doch für die Konkurrenz könnte das gelten, was der Brite angesprochen hat: Auf dem überholfeindlichen Kurs könnte sich nach Kurve 1 eine Prozession entwickeln.

"Das ist möglich", bestätigt Romain Grosjean, der mit seinem Haas eher einen Zug erwischen könnte. Die Schuld dafür würde er aber nicht unbedingt auf die Strecke schieben. Stattdessen sollte die Formel 1 etwas tun, um solch ein Szenario zu verhindern.

Dass die Autos Aerodynamik beim Hinterherfahren verlieren und die Reifen dann beim herumrutschen überhitzen, sorgt für ihn eher für die Probleme - doch das soll sich 2022 mit dem neuen Reglement ändern. Für Imola in diesem Jahr gibt es aber keine Lösung, sodass die Strecke unter diesen Umständen und in dieser Form eben überholfeindlich ist.

Während Strecken wie Bahrain eine lange Gerade mit DRS-Zone und einer harten Anbremszone hat, sieht es in Imola anders aus: "Hier fährt man die erste Kurve im vierten oder fünften Gang. Sie ist also sehr schnell. Und wenn man dann vor dem Anbremsen nicht daneben ist, hat man keine Chance", so Grosjean. "Aber bis wir kein Rennen hier hatten, werden wir es nicht wissen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.