Österreichs Regierung: Durch Sorglosigkeit nicht neue Corona-Auflagen riskieren

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober

Angesichts des bevorstehenden Auslaufens der Corona-Ausgangsbeschränkungen in Österreich hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober die Bevölkerung davor gewarnt, durch sorgloses Verhalten eine Wiedereinführung der Schutzmaßnahmen notwendig zu machen. "Wir können jederzeit Stopp sagen", sagte der Minister laut österreichischer Nachrichtenagentur APA am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Auch nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen am 1. Mai sei in der Öffentlichkeit ein Abstand von einem Meter zu anderen einzuhalten.

Anschober hob hervor, dass das neuartige Coronavirus auch in Österreich noch nicht besiegt sei. "Es ist leider noch nicht vorbei", sagte der Grünen-Politiker laut APA. Daher komme es weiterhin auf jeden einzelnen an.

Österreich sei es allerdings gelungen, die Reproduktionszahl der Infektionsfälle unter 0,6 zu drücken. "Der ganz große Blumenstrauß an die Bevölkerung, die das ermöglicht hat", bedankte sich Anschober bei den Bürgern.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte Anfang April angekündigt, dass die seit dem 15. März verhängten landesweiten Ausgangsbeschränkungen bis Monatsende gelten. Ab Freitag müssen die Österreicher keinen besonderen Grund mehr haben, um das Haus zu verlassen. Die Zahl der Menschen, die sich im öffentlichen Raum versammeln dürfen, bleibt vorerst aber auf zehn begrenzt. Demonstrationen sollen laut Anschober jedoch "unter ganz bestimmten Voraussetzungen auch möglich sein".

Anfang Mai sollen in Österreich größere Geschäfte und Sportstätten im Freien wieder öffnen. Wie Anschober am Dienstag laut APA ankündigte, dürfen ab dem 29. Mai ebenso wie Hotels auch Schwimmbäder und Freizeitanlagen wieder ihren Betrieb aufnehmen.