Österreicher in der Motorrad-WM: Kofler auf den Spuren von Hollaus und Auinger

Gerald Dirnbeck

Maximilian Kofler startet am kommenden Wochenende in seine erste komplette Saison in der Moto3-Klasse. In den vergangenen drei Jahren hat der Österreicher schon vier Grands Prix bestritten. 2017, 2018 und 2019 war Kofler jeweils beim Heimrennen in Spielberg dabei. In der vergangenen Saison gab es außerdem eine zweite Wildcard für Silverstone. Ein 20. Platz ist bisher sein bestes WM-Ergebnis.

"Ich freue mich schon riesig auf den Auftakt der Saison. Die letzten Wochen waren sehr intensiv mit vielen Tests. Das Gefühl am Bike wird immer besser und am Wochenende geht es endlich los", blickt der 19-Jährige auf den Saisonstart auf dem Losail-Circuit in Katar. Kofler fährt eine KTM im französischen CIP-Team. Sein Teamkollege ist Darryn Binder.

Zwei offizielle Testfahrten hat Kofler in den vergangenen Wochen bestritten. Aber sowohl in Jerez als auch in Katar landete der Oberösterreicher aus Attnang-Puchheim auf den letzten Plätzen des Klassements. Der Losail-Circuit ist für ihn Neuland. Nach drei Testtagen hatte Kofler im Gesamtergebnis zweieinhalb Sekunden Rückstand.

Die ersten Rennstrecken sind für Kofler Neuland

"Die Topfahrer haben die Rundenrekorde aus dem Vorjahr richtig pulverisiert. Für mich gilt es, dass ich mich in den ersten Rennen vor allem mit den anderen Neulingen messe und versuche, den Abstand zu meinem erfahrenen Teamkollegen Darryn immer kleiner werden zu lassen", nimmt sich der WM-Neuling für die ersten Rennen vor.

August Auinger wurde im Jahr 1986 mit drei Saisonsiegen WM-Dritter

August Auinger wurde im Jahr 1986 mit drei Saisonsiegen WM-Dritter Gold and Goose / Motorsport Images

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Das zweite Saisonrennen in Thailand musste abgesagt und soll im Oktober nachgeholt werden. Nach Katar geht es weiter nach Austin (USA) und dann nach Termas de Rio Hondo (Argentinien). Für Kofler viel Neuland: "Erst zum Europaauftakt in Jerez Anfang Mai kenne ich die Strecken, allerdings konnten wir am letzten Wochenende in Katar fleißig testen."

Deswegen will er sich zunächst von Rennen zu Rennen steigern. Dass der Einstieg in die Weltmeisterschaft geklappt hat, war schon der erste große Schritt. "Der nächste wird sein, Punkte zu holen", sagt Vater Klaus, der seinen Sohn zu allen Rennen begleiten wird. Kofler tritt in die Fußstapfen von einigen erfolgreichen Rennfahrern der Alpenrepublik.

In der 125er-Klasse haben drei Fahrer aus Österreich insgesamt zehn Grand-Prix-Siege gefeiert. August Auinger gewann fünf Rennen, Rupert Hollaus vier und Bert Schneider eines. In der 250er-Klasse gab es zwei österreichische Rennsiege. Hollaus und Edi Stöllinger gewannen je einmal. Den einzigen rot-weiß-roten Weltmeistertitel konnte Hollaus im Jahr 1954 in der 125er-Klasse erringen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.