Wieso ein Österreicher fast die Karriere von Djokovic beendete

dpa

Tennis-Superstar Novak Djokovic (32) hat nach einer schmerzhaften Niederlage schon im Jahr 2010 über sein sofortiges Karriere-Ende nachgedacht.

"Es war ein schlimmer Moment, ich wollte mit dem Tennis aufhören, weil ich alles schwarz sah", sagte der Weltranglistenerste bei Sky Sports Italia über sein damaliges Aus im Viertelfinale der French Open.

Der mittlerweile 17-malige Grand-Slam-Sieger vergab gegen den Österreicher Jürgen Melzer eine Führung von zwei Sätzen.

"Diese Niederlage war emotional sehr schwer für mich", sagte der Serbe, der damals immerhin Dritter der Weltrangliste war und 2008 bei den Australian Open seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte.

"Trotzdem war ich nicht glücklich", sagte Djokovic, zumal er die "wichtigeren Spiele" gegen die beiden Top-Konkurrenten Roger Federer und Rafael Nadal stets verlor.

Djokovic: Melzer-Niederlage ein "Wendepunkt"

Letztlich sei die Niederlage gegen Melzer aber ein "Wendepunkt" gewesen, erklärte Djokovic, er habe angefangen "aggressiver" zu spielen: "Ich fühlte mich befreit, es hat mir den Druck genommen."

Aufgrund der Corona-Pandemie finden derzeit keine Turniere auf der ATP-Tour statt, offiziell sind die Spiele bis zum 13. Juli ausgesetzt.

Er wolle wieder auf den Platz zurück, sagte Djokovic, aber "viele sagen, dass wir an diesem Datum eher nicht wieder starten werden."