Österreich startet die Fußball-Revolution

Kai Hartwig
Marco Rose (r.) trifft mit seinem Team auf Roter Stern Belgrad

In Österreich startet mit der Partie Austria Wien gegen Wacker Innsbruck am Freitag die Bundesliga in die neue Saison. Soweit erst einmal business as usual - wären da nicht die revolutionären Änderungen des Spielmodus, die in der Spielzeit 2018/19 erstmals greifen.

So gut wie nichts bleibt, wie es war. Die erste Neuerung betrifft die Anzahl der Teams. Es treten statt bisher zehn nun zwölf Teams an und bestreiten in einer ersten Hauptrunde ("Grunddurchgang") jeder gegen jeden ein Heim- und ein Auswärtsspiel.

Nach 22 Spieltagen erfolgt der Cut. Die Tabelle wird halbiert und in zwei Sechsergruppen geteilt. Die besten sechs Teams bestreiten im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel die Meisterrunde. Die schwächsten sechs Mannschaften spielen die Qualifikationsgruppe.

Mehr Spannung erhofft

Um die Spannung weiter zu erhöhen und eventuell die Dominanz von Serienmeister Red Bull Salzburg zu durchbrechen, werden bei allen Mannschaften die Punkte aus dem Grunddurchgang halbiert, Werte hinter dem Komma werden abgerundet.

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Wenn zwei Klubs am Ende des finalen Durchgangs punktgleich sind und nur bei einem Verein abgerundet wurde, steht dieser Klub in der Tabelle weiter vorn.

Platz eins der Meisterrunde bringt den österreichischen Meistertitel ein. Die Plätze zwei und drei die europäischen Startplätze. Der Letzte der Qualifikationsgruppe ist dagegen abgestiegen.


Auch die "Verliererrunde" bietet Chancen

Doch auch die Qualifikationsrunde bietet einen Anreiz, denn ihr Sieger kann es sogar bis in die Europa League schaffen.

Nach dem letzten Spieltag der Saison wird im Playoff-Modus um den letzten Europa-League-Startplatz gekämpft. Erst misst sich der Sieger der Qualifikationsrunde mit dem fünften der Meisterrunde in Hin- und Rückspiel. Der Gewinner spielt im gleichen Modus gegen den Meisterrundenvierten um den internationalen Wettbewerb.

Ein radikaler Umbruch, den die Alpenrepublik da angeht. In der niederländischen Eredivisie und Belgiens Pro League wurde der von einer niederländischen Firma entwickelte Modus bereits eingeführt – mit mäßigem Erfolg. Gerade die Playoffs um die Teilnahme im europäischen Wettbewerb stießen bei Fans und Vereinen auf wenig Gegenliebe.