Österreich-Legende: "Das verzeiht man Arnautovic..."

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Österreich-Legende: "Das verzeiht man Arnautovic..."
Österreich-Legende: "Das verzeiht man Arnautovic..."

Franz Wohlfahrt kennt Österreichs Nationalmannschaft und die Befindlichkeiten seines Landes in Sachen Fußball: 59 Länderspiele spulte der frühere Klasse-Torhüter zwischen 1987 bis 2001 für Austria ab, stand auch bei der WM 1998 in Frankreich zwischen den Pfosten.

Kein Wunder also, dass der heute 56-Jährige bei der Europameisterschaft Österreichs prestigeträchtigem Achtelfinal-Duell mit Italien entgegenfiebert

"Durch den absolut verdienten Sieg gegen die Ukraine ist in Österreich jetzt Euphorie da, es gibt jetzt neun Millionen Teamchefs", sagte Wohlfahrt bei SPORT1 in EM Aktuell. Die Erwartungen seien entsprechend groß, "auch wenn Italien Favorit ist. Die Mannschaft kann aber etwas Großartiges schaffen." (SERVICE: Der Spielplan der EM)

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Und doch weiß natürlich auch der frühere Bundesliga-Torhüter des VfB Stuttgart: "Das Weiterkommen wäre eine Sensation. Allein wenn ich mir Italiens Viererkette anschauen mit Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini, die haben so viel Erfahrung." Wohlfahrt hofft daher, dass "Österreich keine Angst haben wird."

Franz Wohlfahrt vergleicht Arnautovic mit Toni Polster

Einer, der dagegen bei Österreich kein Kind von Traurigkeit ist, ist Marko Arnautovic: Der frühere Bremer, immer wieder mal für einen Eklat gut, war vor dem 0:2 gegen die Niederlande von der UEFA mit einer Sperre von einem Spiel belegt worden, nachdem er gegen Nordmazedonien den 3:1-Endstand erzielt und beim Torjubel Gegenspieler Ezgjan Alioski für die TV-Kameras erkennbar diffamiert hatte.

"Arnautovic kann man mögen oder nicht", meinte Wohlfahrt. "Man kann das mit Toni Polster vergleichen: Der hatte auch viele Fans, und wenn er dann mal zwei Spiele nicht traf, dann gab es Häme." Rein sportlich jedenfalls sei der Offensivmann "unverzichtbar, er reißt alle mit, ist positiv."

"Er kann vielleicht die Vorbildfunktion nicht immer so ausfüllen, aber das verzeiht man ihm in Österreich", fügte Wohlfahrt an. (EM: Alle Tabellen der EM 2021)

Achtelfinal-Kracher gegen England! Der EM-Doppelpass mit u.a. Stefan Effenberg und Wolfgang Niersbach am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1

Das deutsche Team vor dessen Achtelfinal-Hit gegen England sieht der Ex-Keeper, zuletzt Geschäftsführer Sport beim österreichischen Bundesligisten FC Admira Wacker Mödling, ambivalent: "Deutschland kann gegen England gewinnen. Aber: Nach dem Portugal-Sieg waren sie schon klarer Favorit, dann aber kam das Ungarn-Spiel. Da hat man gesehen, dass sie gegen vermeintlich weniger starke Gegner gegen eine Mauer rennt. Da haben sie große Schwierigkeiten gehabt und auch nicht gut gespielt."

So sieht Wohlfahrt das DFB-Team und Neuer

Gleichwohl sei "mit Deutschland immer zu rechnen." Bei einem Sieg profitiere die Elf von Bundestrainer Joachim Löw ("Mein erste Trainer beim VfB") laut Wohlfahrt obendrein vom Turnierbaum, weil der Sieger des Duells Deutschland gegen England "schon der erste Halbfinalist ist", meint die Ikone des Österreichischen Fußballverbands (ÖFB) mit Blick auf den sich ergebenden Viertelfinal-Kontrahenten aus dem Match Schweden gegen die Ukraine. (NEWS: Alles zum DFB-Team)

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Aus deutscher Sicht von Vorteil wäre freilich ein guter Auftritt von Keeper Manuel Neuer, den auch Wohlfahrt schätzt - und trotzdem meint: "Konkurrenzlos ist niemand. Manuel ist seit vielen Jahren überragend in der Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft, zählt nach wie vor zu den Besten. Aber es gibt auch ein paar andere wie Gianluigi Donnarumma, der mit seinen 22 Jahren auch ein großartiger Torhüter ist.

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