Ölriesen unter sich: Saudischer König bei Kremlchef Putin

Der saudi-arabische König Salman bin Abdelasis al-Saud hat den Iran vor einer Einmischung in Konflikte im Nahen Osten gewarnt. Die Führung in Teheran dürfe die Lage etwa im Bürgerkriegsland Jemen nicht destabilisieren, sagte Salman bei einem Staatsbesuch in Russland. Seine 1000-köpfige Delegation belegt die Nobelhotels in Moskaus Innenstadt.

▶️ Saudi King Salman meets Vladimir Putin in Russia: “Oil is a giant factor here!” https://t.co/h1Gblyq8Ik pic.twitter.com/DhgvQ3Bh40— FRANCE 24 English (@France24_en) 5 octobre 2017

Wladimir Putin, russischer Präsident:

“Wir sind sehr froh, Sie hier zu haben, Hoheit. Es ist der erste Staatsbesuch eines Saudischen Königs in Russland. Ich bin sicher, dass Ihr Besuch den Beziehungen zwischen unseren Ländern einen ordentlichen Schub gibt.”

Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud, saudischer König:

“Ich bin Ihnen dankbar, Herr Präsident für den herzlichen Empfang.

Wir freuen uns, in Ihrem freundlichen Zustand zu sein. Wir arbeiten an der Stärkung

der bilateralen Bindungen im Interesse des Friedens und der Sicherheit und der Entwicklung der Weltwirtschaft.”

 Russland und Saudi-Arabien nähern sich bei Syrien und bei Energie an: Russland setzt in seinem Bemühen zur… https://t.co/t7JZxij5w9 ❚DWN— Wirtschaft & Politik (@WirtschaftDE) 10 septembre 2017

Nach Einschätzung von Experten versucht Moskau im Nahen Osten, das außenpolitische Vakuum zu füllen, das die USA in der Region hinterlassen haben.

“Der Besuch belegt, wie stark sich die geopolitische Situation im Nahen Osten verschoben hat”, so Marianna Belenkaja vom Moskauer Carnegie-Zentrum. “Er zeigt, dass Russland gelernt hat, seine Interessen auszuspielen”.

Russland ist in Libyen, Jemen und Irak aktiv, vor zwei Jahren griff es mit einer Militäroperation in den Syrienkrieg ein. Die führenden Ölförderländer Russland und Saudi-Arabien stehen für ein Viertel der weltweiten Ölproduktion.

Oil Production Bu the major Oil producing countries. pic.twitter.com/B5gNqeMM0W— Zia S. Arastu (@ZiaArastu) 29 septembre 2017

su mit dpa