Ölpreise weiten Kursverluste aus

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag im Tagesverlauf ihre Kursgewinne ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 68,45 US-Dollar. Das waren 1,40 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,29 Dollar auf 65,11 Dollar.

Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten kurz vor dem Wochenende. Die Furcht vor einer geldpolitischen Trendwende in den USA ging etwas zurück. Abermals beruhigten Mitglieder der US-Notenbank (Fed) die Anleger mit Aussagen, die vom Wirtschaftsaufschwung ausgelösten Preissteigerungen seien nur vorübergehend. Die lockere Geldpolitik stützt auch die Ölpreise. Außerdem profitierten die Notierungen von Kursverlusten beim Dollar. Ein schwächerer Dollar macht Rohöl außerhalb des Dollarraums günstiger, was die Nachfrage stützt.

Im Verlauf der Handelswoche sind die Ölpreise zum Teil vorübergehend gestiegen, nachdem eine wichtige Ölpipeline in den USA nach einem Cyberangriff zeitweise ausgefallen war. Am Donnerstag gaben die Notierungen aber wieder deutlich nach, nachdem die Betreibergesellschaft der Pipeline den Betrieb schrittweise wieder aufgenommen hat. Derzeit notieren die Ölpreise ungefähr auf dem Niveau vom Wochenbeginn.

Der Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline der USA steht nach wie im Mittelpunkt des Interesses am Ölmarkt. Trotz der schrittweisen Wiederaufnahme des Betriebs ist es am Donnerstagabend (Ortszeit) an der Ostküste der USA erneut zu Panikkäufen und Engpässen an Tankstellen gekommen. Besonders schwer betroffen war die Hauptstadt Washington, obwohl US-Präsident Joe Biden die Amerikaner dazu aufrief, kein Benzin zu horten.

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