Ölpreise uneinheitlich

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben nach dem jüngsten Höhenflug am Donnerstag verschiedene Richtungen eingeschlagen. Am frühen Abend kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 63,15 US-Dollar. Das waren 17 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen um 24 Cent auf 58,26 Dollar.

Der Preis für US-Öl hatte kurzzeitig mit 58,44 Dollar den höchsten Stand seit Sommer 2015 erreicht. Der jüngste Rückgang der US-Rohöllagerbestände stütze den WTI-Preis tendenziell, sagten Händler. Eine für die Jahreszeit ungewöhnlich hohe Rohölverarbeitung und zuletzt gestiegene Exporte haben nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank zum Abbau der US-Ölreserven beigetragen. Die Schließung der wichtigen Keystone-Ölpipeline in den USA habe sich noch nicht bemerkbar gemacht, hieß es in einer Analyse der Commerzbank. Allerdings erwarten die Experten Auswirkungen auf die Lagerdaten in der kommenden Woche.

Die Kursausschläge hielten sich aber insgesamt in Grenzen, da es an Impulsen aus den USA fehlte. In den USA ist der Nationalfeiertag Thanksgiving.