Ölpreise steigen weiter - US-Ölreserven und IEA-Prognose stützen

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Gewinne vom Vortag angeknüpft. Bis zum Mittag bauten die Notierungen die Aufschläge aus dem frühen Handel weiter aus. Preistreiber sind ein Rückgang der US-Ölreserven und eine höhere Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA).

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 64,67 US-Dollar. Das war genau ein Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 95 Cent auf 61,13 Dollar.

Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 3,61 Millionen Barrel verzeichnete. Am Nachmittag werden nun die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerbeständen erwartet. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine steigende Nachfrage oder ein geringeres Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Außerdem verwiesen Marktbeobachter auf eine neue Prognose zum Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl durch die IEA. Der Interessenverband führender Industriestaaten rechnet in diesem Jahr wegen der anziehenden Weltwirtschaft mit einer Zunahme der weltweiten Ölnachfrage um etwa 5,7 Millionen Barrel pro Tag.

Im Vergleich zur vorangegangenen Prognose erhöhte die IEA die Schätzung für den Anstieg der Nachfrage um 230 000 Barrel pro Tag. Bereits am Dienstag hatte das Ölkartell Opec für Nachfrageprognose erhöht und dies ebenfalls mit der anziehenden Weltwirtschaft begründet.