Ölpreise steigen trotz Iran-Unruhen nur leicht

dpa-AFX

FRANKFURT/SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Die Unruhen im Iran, dem drittgrößten Förderland des Ölkartells Opec, haben sich am Rohölmarkt bislang nicht stark ausgewirkt. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 67,19 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar stieg um 24 Cent auf 60,66 Dollar.

Bei der Protestwelle im Iran, die am vergangenen Donnerstag begonnen hatte, sind bisher mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Staatspräsident Hassan Ruhani räumte ein, dass die Regierung die Lage nicht mehr völlig kontrolliere. Der Iran ist ein scharfer Gegenspieler Saudi-Arabiens, dem größten Produzenten innerhalb der Opec. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung ihrer jeweiligen Ölförderung verbindet beide Staaten eine Zweckgemeinschaft innerhalb der Opec.