Ölpreise steigen weiter - Opec+ bestätigt Förderpolitik

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben zur Wochenmitte weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittwochabend 58,49 US-Dollar und damit 69 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,03 Dollar auf 55,79 Dollar.

Seit Beginn der Handelswoche sind die Preise für US-Öl und Brent-Öl um jeweils mehr als fünf Prozent gestiegen. Beide Notierungen haben den höchsten Stand seit etwa einem Jahr erreicht. Die gute Stimmung an den internationalen Finanzmärkten zog die Ölpreise mit nach oben. Rohöl gilt als riskante Anlageklasse, die von steigenden Aktienkursen profitiert.

Am Mittwoch kamen zwei weitere Faktoren hinzu. Zum einen gingen die Rohölbestände der USA in der vergangenen Woche überraschend zurück. Die Erdölpreise profitierten von dem geringeren Angebot.

Dazu kamen Äußerungen aus den Reihen des Ölverbunds Opec+. Nach einem Treffen ranghoher Minister wurde die Förderpolitik bestätigt. Zudem wurde versprochen, das durch die Corona-Krise entstandene Überschussangebot rasch zu reduzieren.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank sind coronabedingte Nachfragesorgen oder die Furcht vor einem stärkeren US-Dollar zuletzt etwas in den Hintergrund getreten. Ein stärkerer Dollar belastet für gewöhnlich die Ölpreise, weil der Rohstoff in Dollar gehandelt wird.