Ölpreise steigen leicht

Eine mögliche Lockerung der selbstauferlegten Förderbeschränkungen zwischen der Opec und Russland unterbricht den jüngsten Ölpreis-Höhenflug.


Die Ölpreise haben am Dienstag ihre deutlichen Gewinne vom Wochenauftakt leicht ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 65,65 US-Dollar. Das waren 11 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg um 15 Cent auf 62,72 Dollar.

Rohstoffexperten verweisen darauf, dass sich die Weltmarktpreise schon seit mehreren Monaten in einer Spanne von 60 bis 70 Dollar (Brent) beziehungsweise 55 bis 65 Dollar (WTI) bewegen. Begründet wird dieser Zustand zum einen mit der Fördergrenze des Ölkartells Opec sowie der soliden Nachfrage nach Rohöl und Ölprodukten. Beides stützt die Preise tendenziell.

Auf der anderen Seite steht die beständig steigende Erdölförderung der USA, die auf dem Weg sind, der weltweit größte Produzent zu werden. Das wachsende Angebot belastet die Ölpreise in der Tendenz und steht der Opec-Strategie entgegen, die Preise anzuheben.

Zudem riskiert das Ölkartell mit dem Festhalten an seiner Fördergrenze, Marktanteile an die USA zu verlieren. Dies würde die in den vergangenen Jahren ohnehin geschrumpfte Marktmacht der Opec weiter verkleinern.


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