Ölpreise steigen leicht

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gestiegen. Sie hielten sich damit in der Nähe der am Vortag erreichten mehrjährigen Höchststände. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 75,28 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um drei Cent auf 73,11 Dollar.

Am Mittwoch hatten die Ölpreise neue Höchststände seit Oktober 2018 markiert. Unterstützung kam zuletzt von rückläufigen Lagerbeständen aus den USA. Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank erklärte den Rückgang der amerikanischen Reserven vor allem mit einer höheren Nachfrage. In der Ferienzeit steigt der Treibstoffverbrauch in der größten Volkswirtschaft der Welt in der Regel deutlich an.

Grundsätzlichen Auftrieb erhalten die Erdölpreise außerdem durch die vielerorts entspannte Corona-Lage. Jüngste Stimmungsdaten aus den Unternehmen zeigen, dass die Konjunktur in großen Industriestaaten wieder stärker in Schwung kommt.

"Angesichts der guten Stimmung und der starken Nachfrage dürfte es dem Ölverbund Opec+ in der nächsten Woche leichtfallen, eine weitere Produktionserhöhung zumindest für August anzukündigen", sagte Experte Weinberg. Seiner Einschätzung nach dürfte dies den aktuellen Aufwärtstrend beim Ölpreis nicht gefährden.

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