Ölpreise steigen etwas - US-Ölreserven stützen

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag etwas zugelegt. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Februar 66,50 US-Dollar. Das waren sechs Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um neun Cent auf 59,73 Dollar.

Nach Einschätzung von Experten werden die Ölpreise durch einen Rückgang der Ölreserven in den USA gestützt. Am Vorabend wurde gemeldet, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) von einem Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 5,96 Millionen Barrel ausgeht. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Ölreserven auf dem Programm. Sie dürften am Ölmarkt für neue Impulse sorgen.

Außerdem bleibt ein Produktionsausfall im wichtigen Förderland Libyen ein beherrschendes Thema am Ölmarkt. Nach einem Bombenanschlag auf eine wichtige Pipeline sind die Öllieferungen des nordafrikanischen Krisenstaates nach Einschätzung von Experten unter die Marke von einer Million Barrel pro Tag gefallen. Laut Medienberichten wird die Reparatur der Pipeline etwa eine Woche dauern.