Ölpreise steigen etwas - Entspannung im Verhältnis der USA zu China stützt

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen und haben leichte Gewinne aus dem frühen Handel etwas ausgebaut. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 64,66 US-Dollar. Das waren 46 Cent mehr als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg um 32 Cent auf 58,40 Dollar.

Die Ölpreise erholten sich damit etwas von kräftigen Verlusten der vergangenen Handelstage. Am Montag wurden einmonatige Tiefstände erreicht. Ein wichtiger Grund ist die tendenzielle Entspannung im Verhältnis der USA zu Iran. Wegen der geringeren Kriegsgefahr sind die Risikoaufschläge am Erdölmarkt deutlich gesunken.

Am Markt wurde der leichte Preisanstieg unter anderem mit der Hoffnung auf eine Entspannung des Handelskonflikts zwischen den USA und China erklärt. Am Mittwoch ist die mit Spannung erwartete Unterzeichnung eines Teilabkommens zur Entschärfung des Konflikts der beiden größten Volkswirtschaften der Welt geplant. Anleger warten vor allem auf die Details der Übereinkunft.

Auf anderer Eben ist eine sachte Annäherung der beiden Länder bereits zu verzeichnen. So brandmarkt die US-Regierung China nicht mehr als Währungsmanipulator. Die Ölpreise hätten darüber hinaus von deutlich besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten aus China profitiert, hieß es weiter. Im Dezember hatte China den Export unerwartet stark gesteigert. Außerdem waren die Importe wesentlich höher als erwartet ausgefallen.