Ölpreise steigen - Dollarschwäche und Tropensturm stützen

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag einen Teil der Verlusten in den vergangenen Handelstagen wieder wettgemacht. Im Handelsverlauf konnten sie die frühen Gewinne ein Stück weit ausbauen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 41,21 US-Dollar. Das waren 75 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 93 Cent auf 39,49 Dollar.

Marktbeobachter begründeten den Anstieg der Ölpreise unter anderem mit der Kursentwicklung des US-Dollar. Im europäischen Nachmittagshandel war die amerikanische Währung etwas unter Druck geraten. Eine Kursschwäche des Dollar macht Rohöl in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger, was die Nachfrage stützen kann.

Darüber hinaus wurde auf die Schließung von Förderanlagen im Golf von Mexiko verwiesen. Wegen des Tropensturms Zeta musste die Produktion teilweise eingestellt werden. "Es wurde bereits 16 Prozent der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko geschlossen, was die Ölpreise stützt", kommentierte Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank das Handelsgeschehen.

In den vergangenen beiden beiden Tagen waren die Ölpreise noch gesunken, weil ein Anstieg der Corona-Neuinfektionen am Markt die Sorge vor neuen harten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie schürte. Im Frühjahr hatte eine weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens in führenden Industriestaaten zu einem Einbruch der Nachfrage nach Rohöl geführt.