Ölpreise starten mit deutlichen Abschlägen

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SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag mit deutlichen Abschlägen in die neue Woche gestartet. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 70,92 US-Dollar. Das waren 2,60 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,63 Dollar auf 68,23 Dollar.

Am Markt wurden die deutlichen Preisabschläge mit der trüben Aktienmarktstimmung erklärt. Dort belasteten vor allem zwei Entwicklungen: Zum einen herrscht an den Märkten wieder größere Sorge wegen der vielerorts raschen Ausbreitung der besonders ansteckenden Corona-Variante Omikron. Zum anderen droht das billionenschwere US-Konjunkturprogramm "Build Back Better" wegen des Widerstands des demokratischen Senators Joe Manchin zu scheitern.

Beide Entwicklungen könnten letztlich zu einer konjunkturellen Belastung und damit einer niedrigeren Rohölnachfrage führen. Für etwas Erleichterung sorgte an den Märkten eine Zinsreduzierung chinesischer Banken. Nach Angaben der chinesischen Notenbank senkten die Banken ihre einjährigen Kreditzinsen leicht um 0,05 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Es ist die erste Reduzierung seit Frühjahr 2020. Analysten der japanischen Bank Nomura sprachen von einer moderaten Lockerung der Kreditbedingungen.

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