Ölpreise sinken - jüngster Höhenflug vorerst gestoppt

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gesunken und haben an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete gegen Mittag 69,12 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 59 Cent auf 64,97 Dollar.

Nach dem schwachen Wochenauftakt scheint der jüngste Höhenflug der Ölpreise vorerst gestoppt. Ende vergangener Woche hatten die Notierungen für Brent-Öl und US-Öl noch jeweils den höchsten Stand seit Ende 2014 erzielt. Vor allem eine Kursschwäche des US-Dollar hatte die Ölpreise nach oben getrieben.

Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die fallenden Ölpreise auch mit einer zeitweisen Kurserholung des amerikanischen Dollar zum Wochenauftakt. Allerdings haben die Anleger am Ölmarkt ihrer Einschätzung nach auch die jüngste Entwicklung der Bohraktivitäten in den USA im Blick. Diese war zuletzt deutlich gestiegen.

Generell rückt die hohe Fördermenge in den USA wieder zunehmend in den Fokus der Anleger. Am Abend werden neue Daten des Interessenverbands American Petroleum Institute (API) zu den Ölreserven in den USA erwartet, die für neue Impulse am Ölmarkt sorgen könnten.