Ölpreise sinken - IEA-Prognosen zur US-Förderung belasten

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gefallen. Nach einem deutlichen Rückgang am frühen Morgen haben die Notierungen aber wieder einen Teil der Verluste wettgemacht. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 68,67 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel um 54 Cent auf 63,41 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit einer neuen Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA) zur weiteren Entwicklung der Fördermenge. Laut dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht rechnen Experten des Interessenverbands mit einem "explosiven" Wachstum der amerikanischen Ölproduktion in diesem Jahr. Am Donnerstag hatte sich das Ölkartell Opec im jüngsten Monatsbericht ähnlich geäußert.

Außerdem wurden Daten des US-Energieministeriums vom Donnerstag als Grund für den Preisrückgang zum Wochenschluss genannt. Demnach ist die amerikanische Rohölförderung zuletzt wieder gestiegen und liegt knapp unter Rekordniveau. Fachleute gehen davon aus, dass die Ölproduktion bald die Grenze von 10 Millionen Fass pro Tag überschreiten wird.