Ölpreise sinken

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen. Im Mittagshandel hatten sich die Notierungen zunächst noch unverändert gehalten. Erst im Nachmittagshandel setzte eine leichte Gegenbewegung ein, nachdem die Ölpreise am Vortag deutlich gestiegen waren. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember wurde am späten Nachmittag bei 58,27 US-Dollar gehandelt und damit sechs Cent tiefer als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 52,15 Dollar.

Neue Daten zur Entwicklung der US-Ölreserven sorgten am Nachmittag nicht für nennenswerte Impulse am Ölmarkt. In der vergangenen Woche waren die Rohölbestände der größten Volkswirtschaft der Welt überraschend gestiegen. Zeitgleich wurde gemeldet, dass die US-Ölproduktion in der vergangenen Woche gestiegen war. Die Produktionsdaten gelten wegen der Folgen tropischer Wirbelstürme für die US-Ölindustrie allerdings als stark verzerrt.

Am Dienstag hatten die Ölpreise noch deutlich zugelegt. Eugen Weinberg, Experte bei der Commerzbank, führte dies auf Aussagen des saudi-arabischen Energieministers Khalid Al-Falih zurück. Der Minister bekräftigte, man werde die Ölvorräte in den OECD-Ländern auf den 5-Jahresdurchschnitt reduzieren. "Implizit hat er damit mindestens eine Verlängerung der Produktionskürzungen in Aussicht gestellt", schreibt Weinberg.