Am Donnerstagmorgen sind die Ölpreise leicht gesunken. Ein Bericht vom Vortag über eine rekordhohe Fördermenge an Rohöl in den USA löste die Talfahrt der Rohstoffpreise aus und sorgte für rapide Kurseinbrüche.

Eine mögliche Lockerung der selbstauferlegten Förderbeschränkungen zwischen der Opec und Russland unterbricht den jüngsten Ölpreis-Höhenflug.


Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Morgen 65,47 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im März fiel um 14 Cent auf 61,65 Dollar.

Am Mittwochnachmittag hatten Berichte über rekordhohe Fördermengen an Rohöl in den USA eine Talfahrt der Ölpreise ausgelöst. In kurzer Zeit waren die Notierungen für US-Öl und Nordsee-Öl in der Spitze um jeweils rund vier Prozent eingebrochen. In der vergangenen Woche hatte die Ölproduktion in der größten Volkswirtschaft der Welt erstmals die Marke von durchschnittlich 10 Millionen Barrel pro Tag geknackt und ein Rekordhoch bei 10,25 Millionen Barrel erreicht.

Die Ölförderung in den USA steht derzeit stark im Fokus der Anleger am Ölmarkt. Seit geraumer Zeit legt die Zahl der Bohrlöcher zu. Dies sorgt für einen immer stärkeren Anstieg der amerikanischen Ölproduktion, während die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland im Gegenzug versucht, das Angebot auf dem Weltmarkt durch eine Förderkürzung einzudämmen.

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