Ölpreise ohne klare Richtung - US-Benzinpreise fallen

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag bis zum Mittag keine klare Richtung gefunden. Während der Preis für Nordseeöl moderat fiel, kostete US-Rohöl geringfügig mehr. Händler nannten fehlende Impulse als Grund für die Entwicklung. Die US-Benzinpreise fielen dagegen recht deutlich zurück.

Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Marke Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 52,35 US-Dollar. Das waren 42 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um drei Cent auf 47,32 Dollar.

Die Commerzbank erklärte in einem Marktkommentar, dass der US-Ölpreis zuletzt auch deutlich von Spekulationen belastet worden sei. Darauf deuteten neue Daten zur Positionierung spekulativ orientierter Anleger hin. Daneben wurde WTI durch die Sturmflut in Texas belastet, weil zahlreiche Raffinerien ihren Betrieb einstellen mussten und die entsprechend schwächere Rohölnachfrage auf die Preise drückte.

Die Benzinpreise in den USA, die seit der Sturmflut wegen der Raffinerieschließungen deutlich gestiegen waren, gingen am Montag unterdessen um knapp fünf Prozent zurück. Experten erklärten dies damit, dass einige Raffinerien im Golf von Mexiko angekündigt hätten, ihren Betrieb wieder aufnehmen zu wollen. Dies spricht für ein absehbar höheres Angebot an Benzin. Die Rohölpreise reagierten auf derartige Meldungen noch nicht.