Ölpreise legen vor US-Zinsentscheid zu

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed zugelegt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,27 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um einen Dollar auf 71,49 Dollar.

Am Rohölmarkt herrschen derzeit sowohl Nachfrage- als auch Angebotssorgen vor. Auf der Nachfrageseite dominiert das Thema Evergrande. Die Finanzprobleme des großen Immobilienkonzerns aus China haben Sorgen über die Stabilität der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt ausgelöst. China ist auch einer der größten Nachfrager nach Erdöl.

Auf der Angebotsseite bestehen Bedenken wegen der anhaltend niedrigen Förderung im Golf von Mexiko. Grund sind Nachwirkungen des schweren Hurrikans Ida. Ausdruck der Problematik sind auch seit Wochen rückläufige Lagerbestände der USA. An diesem Mittwoch veröffentlicht die US-Regierung ihre wöchentlichen Vorratsdaten. Der Interessenverband API hatte am Dienstagabend einen abermaligen Rückgang gemeldet.

Zunehmend richten sich die Blicke an den Märkten auf die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Nach ihrer zweitägigen Zinssitzung will die Fed am Abend neue Entscheidungen bekanntgeben. Mit Spannung wird erwartet, ob die Zentralbank ein konkretes Signal für die erwartete geldpolitische Wende geben wird.

Für den Ölmarkt sind insbesondere Wechselkurseffekte, die von der Geldpolitik ausgehen können, von hoher Bedeutung. So führt ein stärkerer US-Dollar häufig zu einer schwächen Nachfrage nach dem in der US-Währung gehandelten Rohstoff - und umgekehrt.

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