Ölpreise legen zu - Saudi-Arabien will Exporte im August senken

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag nach Aussagen des saudischen Ölministers zur Exportmenge im August gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,72 US-Dollar. Das waren 66 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 52 Cent auf 46,29 Dollar.

Im Mittagshandel sorgten Aussagen des Ölministers von Saudi-Arabien, Khalid Al-Falih, für Bewegung bei den Ölpreisen. Die Notierungen legten zu, nachdem der Minister für August eine geringere Fördermenge des wichtigsten Mitgliedstaates der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) angekündigt hatte. Saudi-Arabien will demnach im August nicht mehr als durchschnittlich 6,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag exportieren. Vor einem Jahr habe das Volumen noch eine Million Barrel höher gelegen.

In Sankt Petersburg kamen zum Wochenauftakt Vertreter des Ölkartells Opec mit Delegierten anderer großer Förderländer zusammen, darunter Russland. Es wurde über die Umsetzung der gemeinsam beschlossenen Förderkürzung beraten. Der saudische Vertreter Al-Falih ermutigte andere Förderländer zu einer konsequenteren Umsetzung einer bereits beschlossenen Kürzung der Produktionsmengen.

Der saudische Minister hatte sich nach dem Treffen in Sankt Petersburg auf einer Pressekonferenz geäußert. Bei der Zusammenkunft gab es keine Signale, die auf eine Änderung der bisher getroffenen Beschlüsse hindeuten.

Zuletzt hatten die Opec-Staaten Libyen und Nigeria die Produktionsmenge erhöht. Beide Länder sind aber von der beschlossenen Kürzung ausgenommen. Mit einer reduzierten Fördermenge versuchen führende Ölstaaten die Ölpreise zu stützen.