Ölpreise legen zu - Politik der Opec+ stützt Preise

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gestiegen. Der Preis für Nordseeöl stieg erstmals seit März wieder über die Marke von 70 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zuletzt wurde ein Barrel der Nordseesorte Brent mit 70,29 US-Dollar gehandelt. Das waren 97 Cent mehr als am Vortag. In der Spitze war er bis 71,4 Dollar gestiegen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,49 Dollar auf 67,81 Dollar.

Trotz erwarteter Nachfragesteigerungen gibt die Ölallianz Opec+ noch keine Hinweise auf ihre Förderstrategie in der zweiten Jahreshälfte. Die wichtigen Produzenten, die von Saudi-Arabien und Russland angeführt werden, bestätigten nach einer Online-Sitzung nur, dass Produktionssteigerungen bis Juli wie geplant umgesetzt würden. Darüber hinaus machten Energieminister der Gruppe keine Angaben.

Angesichts der unveränderten Kurzzeitstrategie und mangelnden Signalen für eine weitere Ausweitung der Förderung stiegen die Rohölpreise. Die Opec+ besteht aus der in Wien ansässigen Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und aus kooperierenden Ländern wie Russland, Kasachstan und Malaysien.

Der Verbund sieht sich derzeit mit gegensätzlichen Entwicklungen konfrontiert. Einerseits habe sich die Ölnachfrage in großen Märkten wie den USA und China verbessert, und auch aus Europa gebe es positive Signale, sagte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman. "Es gibt aber noch immer Wolken am Horizont", warnte er. Ob der Markt zusätzliches Öl benötige, müsse sich zeigen. "Ich glaube erst daran, wenn ich es sehe."