Ölpreise legen zu - Opec+ einigt sich auf höhere Fördermenge

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag trotz einer Erhöhung der Fördermenge gestiegen. Nachdem die Notierungen im Handelsverlauf zeitweise kräftig zulegen konnten, fielen die Kursgewinne zuletzt allerdings deutlich geringer aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 63,19 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 59 Cent auf 59,75 Dollar.

Im Mittelpunkt steht ein Treffen des Ölverbunds Opec+ zur künftigen Förderpolitik. Nach übereinstimmenden Meldungen von Nachrichtenagenturen will das Ölkartell Opec gemeinsam mit den in der Opec+ organisierten Partnerländer wieder mehr Öl fördern. Für die Monate Mai, Juni und Juli werde die aus 23 Staaten bestehende Öl-Allianz demnach ihre Produktion steigern.

Im Mai und Juni sollen 350 000 Barrel am Tag mehr gefördert werden als aktuell. Im Juli solle die Steigerung mehr als 400 000 Barrel am Tag betragen, hieß es weiter in den Meldungen. Zu Beginn des Treffens hatte Saudi-Arabien wegen der anhaltenden Corona-Pandemie und ihrer schwer kalkulierbaren wirtschaftlichen Folgen noch für die Beibehaltung der restriktiven Förder-Politik geworben.

Russland als ebenfalls mächtiger Faktor in der Opec+ hatte hingegen auf die sich aufhellende Weltkonjunktur verwiesen. Dies würde eine deutlich höhere Nachfrage beim Öl bedeuten, sagte der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak. "Wir sehen, dass sich die Wirtschaft weiter erholt."