Ölpreise legen vor Fed-Entscheid zu

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch nach einem deutlichen Rückgang der US-Ölreserven gestiegen. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 55,95 US-Dollar. Das waren 31 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 52 Cent auf 53,13 Dollar.

Marktbeobachter erklärten die Entwicklung mit neuen Lagerdaten aus den USA. Laut Energieministerium sind die Vorräte an Erdöl in der vergangenen Woche um fast zehn Millionen Barrel gefallen. Das ist der stärkste Rückgang seit etwa einem halben Jahr. Die Reserven in dem großen Umschlagsplatz Cushing fielen auf den tiefsten Stand seit ebenfalls etwa einem halben Jahr. Sinkende Reserven stützen in der Regel die Ölpreise, da sie das verfügbare Angebot an Rohöl reduzieren.

Am Abend blicken die Märkte auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Es wird nicht mit entscheidenden Kursänderungen gerechnet. Ein Grund ist die Finanzpolitik der neuen Regierung, die ein 1,9 Billionen Dollar schweres Corona-Hilfspaket anstrebt. Dies verschafft der Zentralbank, die ihre Geldpolitik während der Pandemie massiv gelockert hat, etwas Entlastung.