Ölpreise legen etwas zu - robuste US-Daten

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent kostete zuletzt 54,44 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 13 Cent auf 50,71 Dollar.

Am Morgen hatten noch ein knapperes Angebot und fallende Lagerbestände in den USA die Notierungen auf den höchsten Stand seit vergangenen März steigen lassen. Zuletzt notierten sie etwas unter ihren Tageshöchstkursen.

Die Ölpreise wurden nach wie vor von der Entscheidung Saudi-Arabiens gestützt, die Ölförderung in den kommenden beiden Monaten deutlich zu kürzen. Hinzu kommen fallende Lagerbestände in den USA. Am Mittwoch hatte das US-Energieministerium einen kräftigen Rückgang der landesweiten Vorräte gemeldet.

Die Unruhen am Sitz des US-Parlaments in Washington haben am Rohölmarkt keine nachhaltigen Reaktionen hervorgerufen. Gestützt wurden die Ölpreise im europäischen Nachmittagshandel auch durch die vergleichsweise robuste US-Wirtschaft. So hat sich die Stimmung der US-Dienstleister trotz der Corona-Pandemie überraschend aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) stieg deutlich und signalisiert ein robustes Wachstum des Sektors. Zudem gingen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend etwas zurück. Am Freitag wird dann der monatliche Arbeitsmarktbericht der US-Regierung veröffentlicht.