Ölpreise legen etwas zu

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag leicht gestiegen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 60,91 US-Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Dezember-Lieferung stieg um 15 Cent auf 54,69 Dollar.

"Derzeit ist kein Störfeuer für Optimisten auszumachen." So beschrieben Rohstoffexperten der Commerzbank die Stimmung am Ölmarkt. In den USA seien die Ölvorräte im Sinkflug. Außerdem sehen die Commerzbank-Experten in der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten einen weiteren Preistreiber. "Vertreter der Länder, die sich zu Produktionskürzungen verpflichtet haben, werden nicht müde, den Markt in seiner Erwartung einer Verlängerung des Abkommens zu bestätigen", hieß es in der Analyse.

Zuletzt hatte sich der Ölminister des Opec-Landes Irak, Jabbar al-Luaibi, für eine Verlängerung der Förderkürzung ausgesprochen. Zuvor hatten sich bereits seine Amtskollegen aus Saudi-Arabien und Kuwait ganz ähnlich geäußert.

Derzeit gilt eine Produktionsbegrenzung bis März kommenden Jahres. Am Markt wird darauf spekuliert, dass sie zur Stützung der Ölpreise bis Ende 2018 verlängert werden könnte.