Ölpreise legen etwas zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag erneut zugelegt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 105,73 US-Dollar. Das waren 45 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 12 Cent auf 96,52 Dollar. Zwischenzeitliche deutlichere Gewinne gaben die Ölpreise im Verlauf teilweise ab.

Ein Grund für den erneuten Ölpreisanstieg ist die Verunsicherung wegen der Ankündigung Russlands, die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 von Mittwoch an erneut zu reduzieren. Der europäische Erdgaspreis erreichte erstmals seit Anfang März 200 Euro je Megawattstunde. Das waren rund 13 Prozent mehr als am Vortag. Erdgas kann zum Teil durch Erdöl ersetzt werden, weshalb die Verunsicherung auch auf den Ölmarkt übergriff. Europa ist besonders stark von russischen Gaslieferungen abhängig.

Die Rohölpreise befinden sich schon seit längerem auf hohem Niveau. Hauptgrund ist der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der die Ölpreise stark angetrieben hat. Aktuell liegen die Preise etwa 35 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Russland ist einer der größten Erdölproduzenten der Welt.

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