Ölpreise legen erneut zu - Brent über 80 US-Dollar

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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag an ihre jüngsten Kursgewinnen angeknüpft. Nordseeöl der Sorte Brent kostete erstmals seit etwa drei Jahren mehr als 80 US-Dollar, während US-Rohöl über der Marke von 76 Dollar notierte. Getrieben werden die Erdölpreise durch eine starke Nachfrage und ein knappes Angebot.

Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 80,26 US-Dollar. Das waren 73 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 86 Cent auf 76,29 Dollar.

Unterstützung erhalten die Rohölpreise durch die in vielen Ländern solide Konjunkturerholung vom Corona-Einbruch und die vielerorts entspanntere Corona-Lage. Commerzbank-Experte Carsten Fritsch verweist auf Aussagen von Industrievertretern auf der derzeit stattfindenden Konferenz der Ölindustrie. Demnach könnte die Ölnachfrage schon Ende 2021 oder im ersten Quartal 2022 auf ihrem Vorkrisenniveau von 100 Millionen Barrel pro Tag sein. Die Opec erwartet dies erst im späteren Jahresverlauf 2022. Zudem könnten die Investitionen in grüne Energien dazu führen, dass Investitionen in Ölprojekte zurückgestellt werden.

Hinzu kommt eine von den USA ausgehende Angebotsknappheit. Darüber hinaus haben die stark gestiegenen Preise für Erdgas Befürchtungen ausgelöst, dass die Preisrally am Gasmarkt auf den Ölmarkt übergreifen könnte.

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