Ölpreise legen zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 105,02 US-Dollar. Das waren 1,82 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,88 Dollar auf 96,56 Dollar.

Verunsichert wurde der Ölmarkt durch die Entscheidung des russischen Gaskonzerns Gazprom <US3682872078>, die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 weiter zu reduzieren. Die Erdgaspreise legten merklich zu. Erdgas kann zumindest in einigen Bereichen durch Erdöl ersetzt, daher profitierten auch Erdölpreise.

Seit Wochen bewegt sich der Ölmarkt zwischen Konjunktursorgen und einem knappen Angebot. Wegen der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und vielerorts steigender Leitzinsen kommen zunehmend Rezessionsängste auf. Zugleich ist das Ölangebot seit längerem knapp, da russisches Erdöl in der westlichen Welt kaum noch Abnehmer findet. Grund sind scharfe Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs.

Die große Ungewissheit, ob letztlich Nachfrageschwäche oder Angebotsknappheit überwiegen wird, äußert sich seit Wochen in kräftigen täglichen Preisschwankungen. Ungeachtet dessen bewegen sich die Erdölpreise weiter auf hohem Niveau. Seit Jahresbeginn haben sie nach aktuellem Stand um gut 30 Prozent zugelegt.

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