Ölpreise legen zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 120,50 US-Dollar. Das waren 1,07 Dollar mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,11 Dollar auf 116,13 Dollar. Beide Sorten notieren auf dem Niveau von Anfang März.

Auftrieb erhielten die Rohölpreise unter anderem durch Nachrichten aus China, die auf eine steigende Nachfrage aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hindeuteten. So wurde in der Wirtschaftsmetropole Shanghai allen Betrieben erlaubt, die Produktion ab Juni wieder aufzunehmen. Zudem hieß es von offizieller Seite, dass der Ausbruch des Coronavirus in Peking unter Kontrolle sei.

"Allerdings besteht das Risiko neuerlicher Lockdowns fort, solange China an seiner strikten Null-Covid-Politik festhält und schon bei kleineren Ausbrüchen ganze Millionenstädte abriegelt", kommentierte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Für eine vollständige Entwarnung sei es daher zu früh.

Im Streit um ein Öl-Embargo gegen Russland hat sich bei einem EU-Sondergipfel ein Kompromiss auf ein deutlich eingeschränktes Einfuhrverbot abgezeichnet. "Alles, was ich höre, klingt danach, als ob es einen Konsens geben könnte", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag in Brüssel. Auch EU-Ratspräsident Charles Michel zeigte sich optimistisch, dass nach wochenlangem Streit eine Einigung gelingt. Demnach dürfte zunächst lediglich die Einfuhr von per Schiff transportiertem Öl auslaufen. Weniger zuversichtlich äußerte sich dagegen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

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