Ölpreise nach jüngstem Preissturz etwas gestiegen

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag nach der erneuten Talfahrt vom Vortag zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Mittag 45,23 US-Dollar und damit 42 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 42,79 Dollar.

Händler sprachen von einer Gegenbewegung. Am Vortag hatten unter anderem Meldungen über einen Anstieg der Fördermenge an Rohöl in den USA stark belastet und der Preis für Brent-Öl war erstmals seit vergangenem November unter die Marke von 45 Dollar gefallen. Binnen eines Monats hatte der Preis damit um rund 10 Dollar nachgegeben. Nach Angaben der US-Regierung vom Vortag ist die Fördermenge auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen.

Trotz einer Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) herrscht am Markt weiterhin ein Überangebot. "Es ist einfach zu viel Öl auf dem Markt", sagte Experte Fereidun Fesharaki vom Beratungsunternehmen FGE. Nach Angaben des iranischen Ölministers Bijan Namdar Zanganeh wird innerhalb der Opec über eine weitergehende Drosselung diskutiert, wobei eine Einigung allerdings schwierig sei.