Ölpreise weiter im Höhenflug - Brent auf höchstem Stand seit 2015

dpa-AFX

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch weiter deutlich zugelegt. Gegen Mittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 61,55 US-Dollar. Das waren 61 Cent mehr als am Dienstag. Zeitweise stieg der Brent-Preis am späten Vormittag auf 61,70 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2015.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Dezember-Lieferung legte zeitgleich ebenfalls deutlich zu und stieg um 66 Cent auf 55,04 Dollar. Seit Ende Juni ging es mit den Ölpreisen tendenziell nach oben. Der WTI-Preis und die Brent-Notierung sind seitdem um jeweils etwa 30 Prozent gestiegen.

Marktbeobachter erklärten den aktuellen Höhenflug der Ölpreise unter anderem mit der Entwicklung der Ölreserven in den USA. Bereits am Vorabend hatte der Interessenverband American Petroleum Institute (API) gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 5,1 Millionen Barrel gesunken waren.

Am Nachmittag stehen die am Markt stark beachteten offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm. Auch hier rechnen Experten mit einem Rückgang der US-Ölreserven. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine höhere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sei, was die Ölpreise in der Regel stützt.

Neben den US-Ölreserven sorgten zuletzt auch Spekulationen auf eine Verlängerung der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten und ausbleibende Lieferungen aus dem Irak für Auftrieb bei den Ölpreisen.